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Tatjana Komarova: ›Kalenderblätter‹

Konzert II – Donnerstag, 28.09.2017, 20:00 Uhr, Theater in Kempten
Tatjana Komarova (*1968): ›Kalenderblätter‹ (2004) für Klarinette, Violine, Violoncello und Klavier

Tatjana KomarovaSchon früh stand für die aus dem weißrussischen Brest stammende Tatjana Komarova fest, es ihrem Vater, einem angesehenen Komponisten, gleich zu tun, und so konnte sie nach Abschluss eines obligatorischen Klavierstudiums am Moskauer Tschaikowskij-Konservatorium mit der Ausbildung in Komposition beginnen. Mit der ihr eigenen Energie hat sie es rasch geschafft, mit ihren Werken in den Repertoires nicht nur in ihrer Heimat einen vergleichsweise festen Platz zu erlangen.

Aufführung der ›Kalenderblätter‹ von Tatjana Komarova am 28.09.2017 in Kempten. Vineta Sareika (Violine), Oliver Triendl (Klavier), Matthew Hunt (Klarinette) und Peter Bruns (Violoncello).

Aufführung der ›Kalenderblätter‹ von Tatjana Komarova am 28.09.2017 in Kempten. Vineta Sareika (Violine), Oliver Triendl (Klavier), Matthew Hunt (Klarinette) und Peter Bruns (Violoncello).

2004 wurde Tatjana Komarova von Elena Bashkirova Barenboim für das Jerusalem Chamber Music Festival mit der Komposition des Klarinettenquartetts Kalenderblätter beauftragt. Hinter der Idee stecken die in Deutschland beliebten Abreißkalender: das Datum auf der Vorderseite, Sinnsprüche und Lebensweisheiten auf der Rückseite, zufällig und unverbunden, und doch einem gemeinsamen Gesetz unterworfen – dem Verströmen der Zeit.

Das Stück Kalenderblätter aus dem Jahr 2004, zu dem es keine veröffentlichte Aufzeichnung zu geben scheint, ist ein bewegtes, motorisch und klanglich stark differenziertes Werk. Die Bezeichnungen der drei Sätze (I Nachdenklich / II Skurril, tänzerisch / III Verzweifelt, manisch) bezeichnen treffend den jeweiligen Stimmungsgehalt und die den Stücken innewohnende Dynamik, die sich von grüblerischen Anklängen des Beginns über den grotesk wirkenden Mittelsatz bis zum verzweifelten Finale steigert. Die Widmung des Werks gilt dem Andenken an den Cellisten Boris Pergamenschikow.

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