Überspringen zu Hauptinhalt

Isidora Žebeljan: Sarabande für Englischhorn, Violine und Klavier

Festivalauftakt – Sonntag, 24.09.2017, 19:00 Uhr, Theater in Kempten
Isidora Žebeljan (*1967): Sarabande (2002) für Englischhorn, Violine und Klavier

Dass die aIsidora Žebeljanus Belgrad stammende Serbin Isidora Žebeljan die meiste Zeit ihrer Jugend bei den Großeltern im Banat verbracht hat, woher auch Bartók und Kurtág stammen, ist für die Tonsprache der frühen Jahre prägend geworden. Doch ist die volksmusikalische Tradition der Pannonischen Tiefebene, die serbische, rumänische, ungarische und zigeunerische Musik mit ihren leidenschaftlichen, oft wehmütigen Melodien, reichen Verzierungen und komplexer Rhythmik, nur ein Ausgangspunkt einer ganz eigenen Welt des Ausdrucks, in  die auch Erfahrungen mit zeitgenössischen Praktiken, auch von Popmusik und Jazz und sonstigen neuen musikalischen Ausdrucksformen unserer Zeit, eingedrungen sind. Mit den Worten eines Rezensenten für die Neue Zeitschrift für Musik:

»Ihre Musik ist wie eine Fieberfantasie, schreiend und schluchzend, spöttisch und schonungslos, feierlich und explodierend, unterwegs zwischen … Belgrad und New York …« Und in der London Times: »… eine kraftvolle Stimme vom Balkan – wild, tänzerisch und unkonventionell.«

Die Sarabande ist als Bühnenmusik für eine Liebesszene in Sartres Stück Die schmutzigen Hände entstanden. Die Miniatur ist geprägt von Anklängen an die spanische Renaissancemusik. Nach ein paar tastenden Takten entwickelt sich über einem ostinaten Bass eine als melancholisch zu empfindende Melodie.

Die Miniatur gehört zu einer Reihe von Werken für die Oboe und verwandte Instrumente, zu denen offensichtlich eine besondere, vom Klang inspirierte Beziehung besteht. Sie gilt als eines der populärsten Stücke von Isidora Žebeljan und liegt auch in einer Vielzahl unterschiedlicher Besetzungsvarianten vor.

An den Anfang scrollen