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Ferruccio Busoni: Elegie für Klarinette und Klavier

Konzert IV – Samstag, 29.09.2018, 20:00 Uhr, Theater in Kempten
Ferruccio Busoni (1866-1924): »Elegie« BV 286 (1919/20) für Klarinette und Klavier

Ferruccio Busoni 1913 (Foto: Wikipedia gemeinfrei)Die Klarinette wurde sozusagen an Busonis Wiege gespielt, von seinem Vater Ferdinando (1834 – 1909), der übrigens auch hübsche Virtuosenstücke für sein Instrument komponiert hat. Kein Wunder, dass der junge Ferruccio eine ganze Reihe von feinen Suiten und Charakterstücken für Klarinette schrieb, mit Klavier-, aber auch mit Streichquartett-Begleitung – melodisch aparte und sensible Musik. In seinen letzten Lebensjahren kehrte Busoni für zwei Stücke zur Soloklarinette zurück. Das Concertino für Klarinette und kleines Orchester ist ebenso ein Kleinod voll intimer Atmosphäre wie die Elegie in Es-Dur mit der Tempobezeichnung Andante sostenuto. Dem Solisten Edmondo Allegra gewidmet, führt sie in knapp fünf Minuten in eine seltsam zeitlose Klangwelt verhaltener Trauer. Gegen Ende kommt es zu gebändigter Dramatik, ehe die Klarinette das lapidar verklingende letzte Wort hat. Der Vergleich mit des Zeitgenossen Anton Webern konziser Kürze liegt nahe, obwohl Busoni der Tonalität die Treue hielt.

Gottfried Franz Kasparek

Mehr zur Vita von Ferruccio Busoni finden Sie hier …

 

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