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Lilli Maijala, Viola

Lilli Maijala, ViolaLilli Maijala zählt zu den gefragtesten skandinavischen Bratschistinnen. Sie wurde im finnischen Oulu geboren und studierte in Helsinki, Detmold und Stockholm bei Teemu Kupiainen, Diemut Poppen und Lars Anders Tomter. Ihr Repertoire umfasst ein breites stilistisches Spektrum vom frühen Barock bis zu neuer Musik. Dabei überwältigt sie ihr Publikum mit ihrer farbenreichen, tief expressiven und nachdenklichen Musikalität.

Im Alter von 17 Jahren debütierte sie mit dem Oulu Symphony Orchestra. Seitdem ist sie häufig als Solistin mit Orchestern wie Helsinki Philharmonic, Lahti Symphony Orchestra, Mikkeli Chamber Orchestra, Kuopio Symphony Orchestra und der Camerata Salzburg aufgetreten. Lilli Maijala ist Preisträgerin folgender Wettbewerbe: Nordic Viola Competition, Viola-Wettbewerb des Klassik-Festivals Ruhr, ARD-Wettbewerb München und Tokyo International Viola Competition. Sie wurde auf Festivals wie Kuhmo Chamber Music, Festival Maribor, Korsholm Music Festival, Storioni Festival, Festival Consonances und Schiermonnikoog Festival eingeladen. Ihr Recital-Debüt in Helsinki im Jahr 2010 wurde von der finnischen Presse begeistert aufgenommen.

In der Saison 2012/13 spielte Lilli Maijala die Uraufführung von Lauri Kilpiös Violakonzert zusammen mit der Jyväskylä Sinfonia. Konzerte von Hindemith, Britten und Frid spielt sie mit der Tapiola Sinfonietta, dem Ostrobothnian Chamber Orchestra und dem Folkwang Kammerorchester Essen.

Sie ist Mitglied von »quartet-lab«, einem kürzlich gegründeten Streichquartett, zusammen mit Patricia Kopatchinskaja, Pekka Kuusisto und Pieter Wispelwey. Mit diesem Ensemble wird sie im Konzerthaus Berlin, der Wigmore Hall, im Amsterdamer Concertgebouw und beim Beethovenfest Bonn zu hören sein.

Nach mehrjähriger Tätigkeit als Solo-Bratschistin des Helsinki Philharmonic Orchestra wurde Lilli Maijala als Dozentin für Viola an die Sibelius-Akademie Helsinki berufen, die führende Unterrichtsposition in Finnland.

Sie spielt eine Bratsche von Jean-Baptiste Vuillaume aus dem Jahre 1870, eine großzügige Leihgabe der Finnish Cultural Foundation.

 

Sechs Fragen an den Bratschistin Lilli Maijala

Du warst bereits bei »CLASSIX Kempten« zu Gast – sind dir spezielle Erlebnisse in Erinnerung geblieben?
Ja. Es ist immer ein besonderer Moment im Leben eines Musikers, wenn ein Stück, von du dachtest, es sei nicht so ganz deine Musik, im Konzert deine absolute Lieblingsmusik wird.

Was reizt dich speziell beim Raritäten-Festival »CLASSIX Kempten« teilzunehmen?
Die Programmauswahl mit Raritäten, mit Stücken, die sonst kaum irgendwo gespielt werden. Die meisten Festivals lieben das traditionelle Programm. Das kann schön sein. Aber ich fühle, dass Musiker in Kempten gleicher sind, weil die meisten Stücke für jeden neu sind. Wir beginnen bei den unbekannten Werken alle bei Null und es gibt keine Möglichkeit, alten Gewohnheiten zu folgen.

Kanntest du einige der während des Festivals gespielten Stücke vorher?
Nicht wirklich. Ist das nicht wunderbar!

Wie bist du zu deinem Instrument gekommen? Welches andere Instrument könntest du dir vorstellen zu spielen?
Meine Schwester spielte schon eine Weile Geige als ich zwei Jahre alt war. Ich war total fasziniert, aber es war mir nicht erlaubt, ihr Instrument auch nur zu berühren. Stattdessen bekam ich die Triangel in der Volksmusikgruppe meines Vaters zugeteilt. Ein paar Jahre später bekam ich endlich meine Geige – und mit dem klugen Vorbild meiner ersten Lehrerin, die selbst Bratschistin war, habe ich mich schnell in die Viola verliebt.
Ich könnte mir vorstellen Hammerklavier oder Klarinette zu spielen, aber nur zum Spaß.

Wenn du nicht Musikerin geworden wärst, dann ...
… möglicherweise Kunsthistoriker auf dem Gebiet der Architektur.

Dein Lieblingsgericht? (Wird während des Festivals vielleicht zubereitet …)
Nordafrikanische vegetarische Küche!

 

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